Sie wohnt in mir.
Eine tiefe Traurigkeit.
Sie hat sich ein Schloss erbaut.
Nachtschwarz.
Und ohne Fenster.
Aber kalt.
Kalt wie der Tod.
Und das Schloss wächst immer höher.
Nimmt immer mehr Raum ein.
In mir.
Und ich kann mich nicht wehren.
Ich spüre nur die Kälte.
Und tiefe Furcht.
Aber ich weiß nicht wovor…
Einsamkeit.
Was ist das für ein Gefühl?
Leere und Angst.
Ich möchte weinen.
Aus nichtigen Anlässen.
Die es nicht Wert sind.
Ich möchte schreien.
Weil ich mich so fürchte.
Und spüre oft eine Wut.
Auf alles und jeden.
Die nicht allein sind.
Die glücklich leben.
Und die mich mein Leid doppelt spüren lassen…
Und dann breche ich in Tränen aus.
Heimlich.
Ich weiß nicht warum.
Nur eines kann ich sagen.
Die Einsamkeit schnürt mir die Kehle zu.
Lässt mich nach Luft ringen.
Und nimm mir jede Lebensfreude…
Was ist das für ein Gesicht?
Es muss wohl meines sein.
Aber es scheint mir fremd zu sein.
Die Haut ist grau wie Papier.
Und meine Augen sind ohne Leben.
Keine Freude spiegelt sich darin.
Und kein Glück…
Meine Lippen verkniffen.
Ich hasse die Menschen, die mich genarrt haben.
Ganz gezielt.
Sie dürfen lachen.
Sie können sich freuen.
Sie sind nicht allein…
Welch ein Anachronismus!
Welch ein Unrecht!
Sie sind es nicht Wert glücklich zu sein…!
Der Satz schreit in mir!
Und doch…
Das Leben gleicht vieles aus.
Mich erdrückt heute das Leid.
Und die anderen haben gut lachen.
Aber der Wind wird drehen.
Und die Karten werden neu verteilt.
Falsches Glück kann gehen.
Einsam heißt nicht für immer…
Vivienne/Gedankensplitter