Ich geh dir aus dem Weg.
Wo ich kann.
Ich vermeide es mit dir zu reden.
Wenn ich doch muss.
Versuche ich normal zu klingen.
Und bin doch abgesetzt.
Weit weg von dir.
Ich sehe dich kaum an dabei.
Und wenn doch.
Wirkst du seltsam auf mich.
Vertraut.
Ja.
Irgendwie.
Und doch so fremd.
Ich lasse dich nicht an mich heran.
Nein.
Das möchte ich nicht.
Dass du mir nahe bist.
Du warst mir viel zu nah…
Ich hätte es besser wissen müssen!
Wenn du anrufst.
Heb ich nicht ab.
Nein.
Ich möchte nicht reden.
Nicht mit dir.
Tun, als ob nichts wäre…
Wenn du zu mir kommst.
Blicke ich kaum auf.
Ich zeige dir die kalte Schulter.
Verletzend kalt schon…
Aber du darfst dich nicht wundern.
Dass ich dich auf Distanz halte.
Nein.
Es sei denn du bist blind.
Dass du glaubst.
Ich ließe es noch einmal zu.
Dass du mich drängst.
Dass du mir zusetzt.
Was ich nicht will.
Das will ich nicht.
Begreifst du endlich?
Oder wartest du auf eine neue Chance…?
Manchmal streiten wir.
Dann bin ich laut.
Und du sagst meistens nicht viel.
Es tut mir Leid.
Nachher.
Aber nicht deinetwegen.
Eher weil ich mich ärgere.
Dass ich mir so eine Blöße gebe.
Vor dir.
Und vor den anderen.
Du bist ein rotes Tuch für mich geworden.
Doch wenn ich ehrlich bin.
So viel hast du dich nicht geändert.
Ich war es.
Die sich geändert hat.
Massiv…
Ich sehe dich anders.
Ich sehe dich real.
Du warst schon immer so.
Wie du nun mal bist…
Nur bist du zu weit gegangen.
Jetzt.
Du dachtest.
Alles müsste funktionieren.
Was du versuchst.
Mit Nachdruck.
Mit Vehemenz…
Bis ich nachgeben muss…
Nicht wahr?
Sag…
War es das wert?
Vivienne/Gedankensplitter