Fazit – Gedankensplitter

Ich würde dich gerne aus meinem Leben streichen.
Am liebsten sofort.
Für immer.
Die ganze Zeit.
Die ich mit dir vergeudet habe.
Einfach vergessen.
Löschen.
Ausradieren…
Ja, ich sage es gezielt.
Vergeudet.
Alles Gute, das ich dir tat.
Es war nämlich vergeudet!

Alles entfaltet sich zum richtigen Augenblick.
Nicht nur das Gute.
Sondern auch das Schlechte.
Und ich lernte dich zu durchschauen.
Gerade zum richtigen Augenblick.
Als du angesetzt hattest.
Mein Leben aufzumischen.
Zu deinem Vorteil.
Und dafür hättest du mich geopfert.
Und völlig zerstört…
Du wolltest zu viel.
Du hattest das rechte Maß verloren.
Längst.
Du dachtest.
Du hättest mich in der Hand.
Wie eine Marionette.
Formbar.
Manipulierbar.
Aber ich ließ es nicht zu.
Dass du mein Leben ruinierst.
Ich wehrte mich.
Mit Erfolg.
Dein Plan ist gescheitert.
Was immer du noch versuchen wirst.
Dein Plan ist gescheitert.
Weil ich so viel stärker bin als du.

Ich würde dich gern aus meinem Leben streichen
Und es würde mir schon viel helfen.
Dich nicht mehr zu sehen.
Dich nicht mehr ertragen zu müssen.
Und deine ganze Art.
Die mir widerlich geworden ist.
Einfach widerlich.
So bin ich hart zu dir.
Und abweisend.
Ich lasse dich anlaufen.
Immer wieder.
Ich schenke dir kein gutes Wort mehr.
Ich bin gehässig zu dir.
Manchmal richtig bösartig.
Und es tut mir nicht leid.
Kein bisschen.
Denn du bist keine Freundlichkeit wert!

Du schluckst es.
Ohne Kommentare.
Zumindest nach außen hin.
Ich glaube auch, dass du mich nicht verstehst.
Und dass du die Schuld nicht bei dir suchst.
Sondern nur bei mir.
So sehr du oft schmeichelst.
So sehr bist du in Wahrheit wütend.
Aufgebracht.
Und voller Unmut.
Du wartest darauf.
Dass ich mich wieder ändere.
Aber darauf kannst du lange warten.
Es ist vorbei
Irgendwann.
Da werde ich gehen.
Deinetwegen.
Weil ich es nicht mehr aushalte.
Vor allem aber.
Weil ich mich selbst so hasse.
Dass ich dir vertrauen konnte.
Ausgerechnet dir.
Du.
Nicht mehr als ein Griff in den Unrat…

Deine Pläne sind gescheitert.
Du wirst mich nicht umstimmen.
Nie mehr.
Und wenn ich mir einmal selbst verzeihen kann.
Dass du mir lieb warst.
Dann erst werde ich die Liebe finden.
Die ich so suche.
In jenem Mann, der wirklich zu mir passt.
Und jene „Liebe“ abschütteln.
Die du mir aufzwingen wolltest.
In Gestalt eines alten, selbst verliebten Mannes…
Ich brauche ihn nicht.
Behalte ihn!
Für eine andere.
Die sich gerne von dir blenden lässt…

Vivienne/Gedankensplitter

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