Flucht aus dem Alltag – Gedankensplitter

Vom Sommer träume ich zur Zeit.
Und frage mich, bin ich gescheit?
Bei Regen, Schnee und kaltem Wind…
ob darin den Grund ich find?

Aus dem Fenster starre ich.
Der Wind, der bläst ganz fürchterlich.
Die dunkle Nacht, sie hüllt mich ein.
Doch ich träum’ vom Sonnenschein…

Ein Ausflug, den im Kopf ich mach
hält mich bei diesem Wetter wach.
Die Nacht verschwindet, heller Tag,
an dem ich in der Sonne lag,

um später fröhlich zu flanieren!
Ich möchte diesen Sommer spüren!
So, als wäre ich wirklich hier,
bis ich den Wind dann nicht mehr hör’…

Vögel zwitschern, Wiesen blüh’n,
das seh’ ich im Vorübergeh’n.
Ein Schmetterling fliegt plötzlich auf,
setzt sich auf einen hohen Strauch.

Eine Biene surrt an mir vorbei,
und da vorn, da riecht’s nach Heu!
Eine Sommerbrise streichelt mich,
ich spür es ganz sanft im Gesicht.

Fast wie das Meer der Himmel blau,
wenn ich verträumt nach oben schau’…
Ich möchte so gern darin versinken,
als wollte ich das Leben trinken.

Das Leben, das ich so fest spür!
Doch leider, hier bei uns gefriert’s…
Das Bild verwischt, und schwarz die Nacht
hat mich hierher zurückgebracht.

Ich hab geträumt, es schien real…
Ich träume gern ein andres Mal.
Und lieber noch würd’ ich genießen,
wenn keine Regentropfen fließen.

Und wenn die Nacht lebendig ist
weil mich der Sommer hat geküsst.
Ich leb im Sommer, voller Kraft!
Der Winter hat mich nur geschafft!

Doch bis der Sommer mich umfängt,
ist diese Nacht noch ganz verhängt,
von dichten Wolken und von Regen.
Mein Traum allein wird nichts bewegen…

Vivienne

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