Blauer Himmel.
Dazwischen ein paar Wolkenstreifen.
Und ein schüchterner Kuss der Sonne am Morgen…
Könnte das Leben immer so sein!
So lebendig!
So warm.
Und so voller Hoffnung…
Baumgerippe in den Gärten.
Sie recken ihre nackten Arme in den Himmel.
Am Grund sanftes Grün.
Krokusse.
Schneeglöckchen.
Gänseblümchen.
Wie hingestreut.
Kleine Juwelen zum Suchen.
Schimmern im Licht schöner als jeder Schmuck.
Manchmal packt mich der Wind an den Schultern.
Zerrt mich in den Schatten.
Wo noch die Kälte wohnt.
Die nach mir beißt.
Aber ich reiße mich los.
Ich sehe nicht zurück.
Ich will in die Sonne.
Auf einen Kuss.
Oder mehr…
Darf ich der Sonne trauen?
Und den Gefühlen?
Die in mir lodern?
Widersprüchlich.
Aber umso intensiver.
Trau deinen Gefühlen.
So sagte jemand zu mir.
Trau deinen Gefühlen.
Sie sagen dir das Richtige.
Aber wenn ich ehrlich bin.
Ich fürchte, sie sagen mir etwas Falsches.
Meine Gefühle.
Ich wage es nicht.
Mich fallen zu lassen.
Ich fürchte mich.
Dazu zu stehen.
Um wieder zu stürzen.
Getäuscht.
Und im Kummer liegen zu bleiben…
Die Sonne strahlt mit ihrer ganzen Pracht.
Ich höre auf zu denken.
Schließe die Augen.
Und atme den Frühling ein.
Mit allen Poren.
Mit meiner ganzen Seele.
Das Leben gehört mir.
Mein ganzes Leben.
Solange ich es will.
Und im Moment will ich eines.
Die Schönheit der Natur aufnehmen.
Mit allen Poren.
Nicht an morgen denken.
Und nicht an ihn…
Vivienne/Gedankensplitter