Vielleicht zieht man manchmal an.
Was anders ist als man selbst.
So ganz anders.
So völlig gegensätzlich…
Fast magisch.
Fasziniert.
Hypnotisiert.
Paralysiert…
Vielleicht braucht man.
Was anders ist als man selbst.
Um sich zu ergänzen.
Um ein Ganzes zu werden.
Wie zwei Puzzlestücke.
Die auch ganz anders aussehen.
Aber sich brauchen.
Sich bedingen.
Bei aller Gegensätzlichkeit…
Vielleicht genügt sie aber nicht.
Die pure Gegensätzlichkeit.
Vielleicht braucht man doch auch Gemeinsamkeiten.
Um zueinander zu passen.
Um sich anpassen zu können.
Und wenn man jemand findet.
Der so ganz anders ist.
Als man selbst.
Sollte man sich fragen.
Ist das wirklich gut für mich?
Ist er es?
Ist sie es?
Vielleicht hasst man sich auch selbst.
Wenn man den Gegensatz sucht.
Den totalen Gegensatz.
Wie er klarer nicht sein könnte.
Vielleicht sucht man die Ablehnung.
Schon im Voraus.
Vielleicht sucht man jemand.
Ferngesteuert.
Der einen nicht will.
Der einen gar nicht mag…
Vielleicht braucht man die Ablehnung.
Um sich selbst sagen zu können.
Mich will ja doch niemand…
Ich habe es ja gewusst…
Vielleicht braucht es Jahre.
Um den Fehler im System zu finden.
Den Hebel.
Der umgelegt wurde.
Als einmal etwas falsch lief im Leben.
Völlig falsch.
Wofür man sich selber hasst.
So sehr.
Wofür man aber keine Schuld trägt.
Nicht wirklich…
Manch durchschauen die Zusammenhänge nie.
Mancher verzweifelt an der Lösung.
Nur in der reinen Gegensätzlichkeit findet man sie sicher nie…
Vivienne/Gedankensplitter