Ich spür dich wie das Blut des Lebens,
und dennoch hoffe ich vergebens.
Schöne Worte, die sagst du mir.
Doch dein Gefühl gehört nur ihr…
Ich spür dich wie die Lebensfreude,
doch ahnst du, was ich für dich leide?
Nett und aufmerksam bist du
zu mir, doch hörst du mir auch zu?
Ich spür dich wie den Sonnenschein,
und trotzdem leb ich noch allein!
Du hast mich gern, das ist schon klar –
Doch gib’s endlich zu, sie dein Star!
Ich spür dich wie ein zweites Ich,
deine Gedanken kenn’ ich sicherlich.
Und doch willst du nur Freund mir sein.
Wie kann man nur so herzlos sein?
Ich spür dein Innerstes ganz offen.
Und doch hat’s nicht viel Sinn zu hoffen.
Du lachst mich an, die Augen strahlen –
Bereitest mir so Höllenqualen!
Was spürst du eigentlich von mir?
Sag, was kann denn ich nun mal dafür,
dass du die Harmoniesucht pflegst
und damit bei mir nichts mehr bewegst?
Sag, was erhoffst du dir von mir?
Dass ich noch den Verstand verlier?
Zwischen Freud und Leid ganz aufgerieben…
Du wirst mich doch niemals lieben!
Was darf ich denn sonst noch glauben?
Nie würdest du es mir erlauben,
dass ich die Nacht mit dir verbring…
Zu Hoffen hat doch keinen Sinn!
So geht’s mit uns zwei als wie zuvor,
als ich mein Herz an dich verlor!
Geändert hat sich aber doch ein wenig,
jetzt bist du nicht mehr mein König.
Ich glaub, du hast es nicht gemerkt…
Dafür hat sich bei mir verstärkt,
die Einsicht, dass du nichts für mich.
Es schmerzt nicht mehr, das ist gewiss.
Sterben wollt’ ich sogar, so ganz allein.
Es sollte doch nicht wirklich sein.
Tut nicht mehr weh, ich nehm’ es hin?
Am End war’s für mich ein Gewinn!
Reminiszenzen an eine abgeschlossene Liebe…
Vivienne/Gedankensplitter