Fast zwei Uhr früh.
Ich sehe auf die Leuchtziffern des Weckers.
Hellwach.
Und du neben mir.
Den linken Arm um mich gelegt.
Den Kopf an meiner Schulter.
Und deine Brust hebt und senkt sich.
Regelmäßig.
Bisweilen spüre ich deinen Atem auf meiner Haut.
Dann muss ich lächeln.
Ich bin so aufgewühlt.
Und zittere noch immer ein wenig.
Vor Erregung.
Wir haben miteinander geschlafen.
Du und ich.
Und erst da habe ich begriffen.
Wie sehr ich dich brauche.
Was du mir gibst…
Und was du mir bist…
Ich gehöre zu dir.
Nun weiß ich es.
Vorher wagte ich kaum daran zu denken.
Deine Blicke zu spüren.
Und dein Begehren.
Und nicht zu wissen woran ich bin.
Gefalle ich dir nur?
Oder lodert dein Feuer?
Im Verborgenen?
Nein.
Ich war mir nicht sicher.
Auch nicht.
Als du dich von ihr getrennt hast.
Fast überraschend.
Dabei dachte ich:
Ihr wärt ein Herz und eine Seele.
Weit gefehlt.
Die Luft war heraußen.
Du erwähntest es.
Fast nebenbei.
Fast.
Als hätte es keine Bedeutung.
Ich wollte nicht nachdenken darüber.
Zu lange kannte ich dich.
Viel zu lange.
Und was wusste ich schon?
Du warst immer so verschlossen….
Ich gehöre zu dir.
Plötzlich wusste ich es.
Ich stand am Fenster.
Starrte in den Hof.
Lauschte dem Schreien der Kinder.
Der Straßenverkehr drang ganz leise an mich.
Plötzlich standest du hinter mir.
Du hast mich gepackt.
Deine Arme umfassten meine Brüste.
Und ich hörte dich keuchen.
Ich schloss die Augen.
Du drehtest dich zu mir.
Mein Puls ging rasend.
Ich war wie gelähmt.
Wusste nicht, was ich sagen sollte.
Oder tun.
Mein Gott!
Er will mich!
Ging mir durch den Kopf.
Fast in Panik.
Dann hast du meine Lippen mit deiner Zunge geöffnet.
Und endlich wusste ich.
Was ich tun muss…
Ich liebe deinen Körper.
Ich liebe die Haare auf deiner Brust.
Und deine großen Hände.
Die so sanft sein können.
Die meinen Körper fast elektrisieren.
Und mir wohlige Schauer schenken.
Bei jeder Berührung.
Wir haben uns geliebt.
Fast den ganzen Abend.
Bis Mitternacht.
Aber jetzt schläfst du.
Ganz ruhig.
Während ich mich an deinem Arm festhalte.
Und die Leidenschaft noch immer in mir flackert.
Es war so anders.
Als ich es mir je ausgemalt habe.
Und so wunderbar.
Wie ich es mir nie ausdenken hätte können.
Wie hast du gesagt?
Ich habe mich getrennt von ihr.
Deinetwegen.
Du gehörst zu mir…
Von F.G.
Vivienne