Lasst mich träumen! – Gedankensplitter

Nein!
Ich will nichts wissen!
Nichts, was er treibt und was er tut.
Und schon gar nicht mit wem.
Nein!
Lasst mich in Ruhe damit!
Nennt seinen Namen nicht.
Nicht mehr.
Nicht vor mir!
Lasst mir das letzte bisschen.
Das mir geblieben ist.
Das Nicht-Wissen.
Dann ist alles einfacher.
Dann kann ich noch träumen.
Ein anderes Leben.
In einer anderen Welt.
Als hätte es ihn nie gegeben.
Als hätte ich ihn nie geliebt…

Ich sehe.
Ihr versteht das nicht.
Ihr meint.
Ich müsste mich empören.
Lauthals schimpfen über ihn.
Aber das will ich nicht.
Ich will nichts mehr wissen.
Was ihn betrifft.
Ob er leidet.
Ob er vor Glück außer sich ist…
Einerlei!
Ich will es nicht wissen.
Ich will mich verkriechen.
In mir selbst.
Und träumen.
Von vergangenen Zeiten.
Bevor ich ihn traf.
Von Momenten voller Glück.
Und voller Freude.
Sie hätten nie enden dürfen.
Diese Momente.
Nie!

Glück ist eine Dose.
Man greift hinein.
Man nimmt heraus.
Solange etwas da ist…
Bei mir ist die Dose leer…
Ich werde nie mehr glücklich sein.
Niemals mehr!
Er hat mir alles genommen.
Er hat mich bestohlen.
Mich um mein Glück betrogen.
Er hat mich gebrochen.
Ich werde nie mehr lachen!
Nie mehr.
Und jetzt geht.
Geht!
Ich möchte euch nicht sehen.
Ich möchte mich nur hinlegen.
Träumen.
Davon, als alles gut und schön war…

Lasst mich träumen!

Nach einer Erzählung!

Vivienne/Gedankensplitter

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