Mein halbes Leben – Gedankensplitter

Mein halbes Leben.
War ich auf der Suche.
Nach der großen Liebe.
Nach dem Mann für’s Leben.
Mit dem ich durch dick und dünn gehen kann.
Der mich nimmt, wie ich bin.
Dem ich vertrauen kann.
Vorbehaltlos.
Mit dem ich reden kann.
Und streiten.
Und der nicht davon läuft.
Vor der Wahrheit.
Mein halbes Leben.
Vielleicht auch länger.
Mein halbes Leben.
Folgte ich einem Traum…

Mein halbes Leben.
Suchte ich vergeblich.
Fand ich fast nur Männer.
Die mich ausnutzten.
Männer.
In denen ich das Böse weckte.
Niedrige Instinkte.
Den Wunsch, sich Vorteile zu verschaffen.
Über mich.
Die alles wollten.
Was sie durch mich erlangen konnten.
Nur nicht mich selber.
Sie wollten nicht mich.
Sie wollten nicht meine Liebe.
Mein halbes Leben.
Schlug ich mir die Nase an.
Gab mein Herz.
Und erntete Enttäuschung.
Mein halbes Leben.
Kämpfte ich um die Liebe.
Vergeblich…

Mein halbes Leben.
Eine verdammt lange Zeit.
Lang genug um zu begreifen.
Lang genug um auszuträumen.
Diesen Traum von der perfekten Liebe.
Die es wohl nicht wirklich gibt.
Keinen Mann mehr um jeden Preis!
Ich kann auch allein leben.
Besser als mit dem falschen Mann.
Besser als wieder benutzt.
Besser als wieder ausgespuckt.
Ich habe mehr verdient.
Viel mehr.
Mehr als nur Tränen.
Mein halbes Leben.
Gerangel um Liebe.
Und Liebesleid.
In steter Aufeinanderfolge.
Ich habe genug.
Ich nehme was kommt.
Mit größter Vorsicht.
Ich erwarte mir nichts mehr.
Und stehe für mich.
Den Rest meines Lebens…

Vivienne/Gedankensplitter

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