Ich liebe das Meer.
Und manchmal…
Da schließe ich die Augen.
Und sehe es vor mir.
Sofort.
Höre es rauschen.
In meinen Ohren.
Und fühle es.
Tief in mir.
Mit all seiner Urgewalt.
Laut und tobend.
Oder sanft und mild…
Ich träume vom Meer.
Und sehe mich selbst am Strand sitzen.
In einem hellen, duftigen Kleid.
Und blinzle in die Sonne.
Während das Meer näher rückt.
Mich nass macht.
Mit jeder Welle…
Ein anderes Mal blicke ich ins Meer.
Von einem Schiff aus.
Die Sonne lässt das Wasser funkeln.
Wie kostbare Brillianten.
Verstreut ins Wasser.
Unendlich schön.
Und ich fühle die Ruhe in mir aufsteigen.
Wie sie Besitz ergreift von mir.
Und ich bin einfach glücklich.
Hier zu sein…
Dann wieder lasse ich mich im Meer treiben.
Nackt.
Während das Wasser mich umhüllt.
Mich sanft streichelt.
Und dann schließe ich die Augen.
Werde eins mit dem Meer.
Türkisfarben.
Das mich hoch hebt.
Wie ein Geliebter.
Und eintauchen lässt.
In seine Untiefen…
Ich liebe das Meer.
Und ich sehne mich danach.
Bisweilen.
Leicht wehmütig…
Und in meiner Wohnung.
Da lebt ein Stück vom Meer.
Fast überall…
In einer Ecke im Wohnzimmer.
Mit Leuchtturm und Fisch.
Mit Muscheln und Segelschiff…
Im Bad hängt ein Fischernetz an der Wand.
Auch hier Muscheln
Und Fische.
Ein Seepferdchen und ein Seestern.
Sogar…
So fällt es leichter.
Mit der Sehnsucht zu leben.
Und bisweilen meine ich.
Der Himmel.
Ist er nicht ein riesiges Meer?
Die kleinen Wölkchen.
Wie Schaumkronen auf den Wellen.
Und wenn ein Gewitter naht.
Dann färbt er sich grau.
Und er scheint zu brüllen.
Wie das Meer im Sturm…
Ich träume vom Meer.
Bis ich wieder dort sein werde.
Bis es mich packt.
Wie die tiefe Leidenschaft.
Wie das Leben selbst…
Vivienne/Gedankensplitter