Neue Bohnen Zeitung

 


Über die Menschen

 Was du nicht willst, das man dir tu,
das füg auch keinem ander’n zu.
Ist eine kluge, weise Lehre,
auf die ich sicher ernsthaft schwöre.

Die Menschheit aber anders denkt.
Zumeist in andere Bahnen lenkt
ihr Tun sie gern und auch das Ziel.
Unehrlichkeit scheint ihr Befehl.

Es wird gestohlen und betrogen.
Man wird auch über’n Tisch gezogen.
Die Leute denken nur an sich
und dass der böse Plan auch sticht.

So leicht wär’ es gut auszukommen,
in Eintracht neb’n’ander wohnen.
Gute Nachbarschaft zu pflegen,
sich friedlich mit Bedacht zu regen.

 Jedoch der Mensch lebt nicht dafür,
es scheint ihm fast im Kopfe wirr,
ehrlich zu sein und auch verträglich.
Stattdessen lügt er und auch täglich.

Ist von Betrug und Streit zu lesen.
Das scheint in unserer Menschheit Wesen,
der dunkle, böse Kern zu sein.
Sie kann nicht gut sein und nicht fein.

 Nicht jeder muss ein Heil’ger sein!
Das kann doch auch nicht sinnvoll sein!
Doch fehlt das rechte Mittelmaß,
So wird’s mit Frieden niemals was.

Denn jeder sucht sein’ Vorteil nur.
Und bleibt dabei ganz stur.
Der nächste bin ich selber mir!
Ob ich nur stehl’ oder verführ

den Nächsten dienlich mir zu sein.
Und intrigier gefinkelt fein.
Zweitracht zu säen kann nützlich sein.
So viel fall’n darauf herein.

Drum ist der Mensch nicht zu empfehlen,
zu oft muss er die anderen quälen.
Die Welt wird so halt niemals gut,
und macht sich irgendwann kaputt!

Vivienne/Gedankensplitter

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar