Sinnlosigkeit.
Türme von Problemen.
Von halb versteckten Gefahren.
Ich sehe um mich.
Blicke nicht durch.
Durch das Gewirr.
Kann kaum etwas erkennen.
Nichts klar.
Ich zittere am ganzen Körper.
Aber ich bin angespannt.
Bereit zu kämpfen.
Ich bin hier gefangen.
Gefangen in einem Wollknäuel.
Je mehr ich mich befreien möchte.
Desto mehr verfange ich mich in den Fäden…
Niemand hat mich je gefragt.
Ob ich leben möchte.
Niemand.
Niemand hat mich je gefragt.
Ob ich es will.
Dieses Dasein.
In dem ich nur Zwängen unterworfen bin.
Wie einem Schraubstock.
Der mich niederdrückt.
Der mir weh tut…
Niemand hat mich je gefragt.
Ob ich das will.
Was das Leben für mich bereithält.
Niemand.
Ich wurde einfach überrollt.
Immer auf Verteidigungskurs.
Immer bereit mich zu wehren.
Wenn mir jemand zu nahe tritt.
Wenn mich jemand verletzten will.
Und das wollen viele…
Ich sitze fest in einem Netz.
Jeder Tag sieht gleich aus.
Birgt unbekannte Gefahren.
Und Sorgen…
Ich komme nicht zur Ruhe.
Ich kann kaum schlafen.
Ich kämpfe um’s Überleben.
Wen kümmert es?
Niemand hat mich gefragt.
Ob ich das will.
Ich wurde einfach geboren.
Und damit begann der Kampf…
Ich weine nicht.
Nicht dass du denkst…
Nein.
Weinen ist für die Schwachen.
Für die, die schon verloren haben.
Aber ich gebe nicht auf!
Gedanken eines Straßenkindes
Vivienne/Gedankensplitter