Nur ein Traum? – Gedankensplitter

Die Dinge erfüllen sich.
An die man wirklich glaubt.
Der Glaube an etwas lässt es geschehen…
F.L. Wright

Ich habe Angst zu träumen.
Oft.
Ich habe Angst zu träumen.
Wirklich schöne Dinge.
Oder ganz großes Glück.
Immer habe ich das Gefühl.
Ich müsste mich bremsen.
Ich dürfte nicht hoffen.
Ich dürfte nicht wagen.
Das wäre vermessen.
Wenn ich zu viel erwarte.
Dann könnte ich enttäuscht werden…
Und das tut weh.
Dann fühle ich mich schuldig.
Weil ich zu viel gewagt habe…

Ich male gerne schwarz.
Weil ich das Glück fürchte.
Ich male gerne schwarz.
Weil ich das Neue fürchte.
Und lieber am Boden bleibe.
Als in den Himmel aufzusteigen.
Denn den Boden kenne ich.
Er ist meine Welt.
Aber der Himmel.
Den ich mir so wünsche.
Er macht mir auch Angst.
Es wäre fast zu viel.
All das Glück.
Es wäre fast zu viel.
Und nicht zu ertragen.
Deshalb…
Meine ich.
Aber manchmal.
Da fragt eine Stimme in mir.
Stimmt das überhaupt?
Mach ich mir nicht etwas vor?

Was will ich eigentlich?
Warum jammere ich?
Und hadere mit mir selbst?
Wenn ich es doch in der Hand habe?
Selber?
Zumindest oft.
Um nicht zu sagen.
Meistens.
Wenn ich nicht bekam.
Was ich wollte.
War es entweder nicht gut für mich.
Oder ich selber scheute.
Etwas zu tun.
Etwas zu wagen.
Etwas zu hoffen.
Was mich glücklicher gemacht hätte.
Vielleicht.
Glücklicher als alles andere.
Bisher.
Ich mach mir nichts vor.
Manche habe ich verjagt.
Selber.
Manches habe ich fallengelassen.
Selber.
Manchmal habe ich verloren.
Durch meine Schuld.

Es liegt auch an mir!

Vivienne/Gedankensplitter

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