Ich bin müde.
Und fast ist mir.
Als würde ich nicht richtig Luft bekommen.
Irgendwie zu wenig.
Und deshalb kippe ich die Fenster.
Wann immer es nur geht.
Ich will mehr Luft.
Obwohl…
Ich gerade erst gelüftet habe.
Ich fühle mich gefangen.
Irgendwie.
Ich könnte nicht sagen, wo.
Oder durch wen.
Aber seltsam.
Mir scheint.
Als hielte mich jemand fest.
Als könnte ich nicht fort.
Als wäre ich eingeschränkt.
Und fortlaufen…
…das kann ich erst recht nicht.
Nein.
Wovor auch?
Ich bin mein eigener Herr.
Aber das Gefühl ist so reell…
Das es tief in mir setzt.
Ich rauche.
Viel zu viel.
Ich trinke Kaffee.
Immer wieder.
Aber wenn die Tasse hebe…
Sie scheint so schwer.
Unglaublich schwer.
Und ich finde keine Kraft.
Und keine Stimulierung.
Durch das heiße Getränk…
Oft lasse ich den Kaffee einfach kalt werden.
Und gieße ihn wieder weg.
Alles schmerzt.
Nur wenn man mich fragt…
Ich könnte ihn nicht beschreiben.
Diesen Schmerz.
Er sitzt überall.
In jeder Faser meines Körpers.
Ein Schmerz.
Der müde macht.
Der mich schwächt.
Und ich kann nichts tun.
Gar nichts.
Ich starre nur aus dem Fenster.
Und rauche eine Zigarette nach der anderen.
Das vermag ich noch.
Obwohl…
Sie machen mich auch müde.
Die Zigaretten.
Und manchmal dämpfe ich eine aus.
Halb geraucht.
Kaum kann ich durch den Nebel blicken.
Durch den Nebel um mich.
Und dann stehe ich auf.
Öffne das Fenster.
Und atme wieder.
Heftig.
Ein und aus.
Ringe nach Luft.
Und versuche Klarheit zu finden.
In meinem Kopf.
Und in meinen Gedanken…
Ich habe keine Kraft mehr.
Als wären die Sehnen durchgeschnitten.
Jeder Muskel erschlafft.
Aber ich kann es nicht ändern.
Ich weiß nicht wie.
Was frisst sich da in meinen Körper?
Wie ein bösartiges Geschwür fast?
Was höhlt mich so aus?
Ich bin nur der Schatten meiner selbst…
Aber ich fürchte.
Das bist du.
Nur du.
Du bist weg.
Du bist gegangen.
Aber ein Teil von dir ist da.
Er zerstört mich.
Weil ich nicht verstehe.
Warum es aus ist.
Und weil ich dich liebe.
Noch immer.
So sehr…
Vivienne/Gedankensplitter