Sommergedanken – Gedankensplitter

Die Sonne empfängt mich mit offenen Armen.
Und lässt mich nicht mehr los.
Hilft mir beim Eintauchen in das Azur des Himmels.
Als wäre es das Wasser des Sees.
An dem ich liege.
Und in dem ich schwimme.
Bisweilen.
Nass von den Fluten.
Aber auch vom Schweiß.
Obwohl ich immer Kühlung suche.
Atemlos.
Ein Sommertag, wie er sein soll.
Zumindest manchmal.
Ein Sommertag, von dem man träumt.
Wenn es draußen regnet.
Oder der Wind schauderlich brüllt.
Sommer.
Leben.
Untrennbar verbunden.
An einem Tag wie diesem.
Wenn ich im Halbschatten träume.
Und mich frei fühle.
Und so lebendig.
Keine Wolken am Himmel.
Keine Wolken auf meiner Seele.
Und falls doch…
Dann sehe ich heute nicht hin.
Nicht so genau.
Der Alltag kommt wieder.
Aber heute nicht…

Ich spaziere heimwärts.
Vereinzelt Mohnblumen im Weizen.
Und Kornblumen.
Der Weizen ist blond wie mein Haar.
Da vorne ist er schon geschnitten.
Der Duft hängt in der Luft.
Ganz intensiv.
Die Stoppeln ragen nackt aus dem Boden.
Wie ihrer Macht beraubt.
Abgeerntete Felder.
Ein Teil des Sommers.
Ein Teil des Lebens.
Auch wir wachsen.
Streben der Sonne zu.
Und reifen unter der Stärke ihrer Strahlen…
Der Ernte entgegen.
Zeit uns zu beweisen.
Pralle Körner?
Oder leere Hülsen?
Es liegt an uns selbst.
Auch wenn es an Sonne mangelt.
In manchen Jahren…

Der Sommertag neigt sich.
Blaue Wolken am Himmel.
Und der Wind streicht durch die Bäume.
Biegt die Äste sanft.
Kühlt mir Haut und Gemüt.
Lindert die Hitze.
Die nur langsam weicht…
Ein paar Mücken tanzen noch vor dem Haus.
Sie werden sich bald verlieren.
Wenn es dunkel wird.
Wenn der Wind stärker wird.
Das Wetter schlägt um.
Noch in dieser Nacht.
Die Sonne weicht den Wolken.
Das Licht beugt sich dem Grau.
Die Wärme flieht den Regen.
Keine Abkehr für immer.
Aber Zeit, der Hektik zu entfliehen.
Kraft zu sammeln.
Ruhe zu finden.
Und sich selbst.
In innerer Einkehr.
Und in einem scheinbaren Stillstand.
Bevor der Alltag wieder über uns hinwegbraust.
Mit Allmacht…

Vivienne/Gedankensplitter

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