Überdrüssig – Gedankensplitter

Ich starre in die Nacht.
Sie ist wie ein Gefängnis.
Macht mir Angst.
Lässt mich frieren.
Und schwitzen zugleich.
Lässt mich allein sein.
Allein und verloren.
Und die Träume werden wieder schwer sein.
Wie Steine.
Ich fürchte mich jetzt schon.
Ich kann es niemand sagen.
Niemand außer dir…
Aber hörst du zu?

Ich möchte schlafen.
Manchmal.
Tief und traumlos.
Nie mehr aufwachen.
Nie mehr denken.
Mich verlieren im Nichts.
Und niemand sein.
Einfach gar niemand.
Aber der Morgen kommt.
Jeden neuen Tag.
Eine trügerische Hoffnung ärmer.
Und etwas blasser im Gesicht.
Wer weiß was ich fühle?
Ich funktioniere.
Ich lebe.
Weil ich muss.
Unverzichtbar.
Aber ungeliebt…

Das Leben raubt mir die Kraft zum Atmen.
Wie soll es weitergehen?
Manchmal glaube ich.
Ich werde verrückt.
Ich bin nicht mehr ich.
Alles hat mich geprägt.
Was mir passiert ist.
Lauter Narben und Blessuren.
Tief und schmerzhaft.
Meine Erwartungen getrogen.
Ideale erwiesen sich als Fehlglaube.
Und Menschen narrten mich.
So wie du…
Und heute?
Glaube ich nichts mehr.
Nichts und niemandem.
Ich will nicht mehr fallen.
Und träume doch.
Von einem Fall.
Der alles endet.
Ein kurzer Aufprall.
Nicht mehr sein.
Und du aus meinem Denken…
Denn das Denken ist vorbei.
Endlich…

Für L.!

Vivienne/Gedankensplitter

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