Und dann möchte ich nicht mehr sein… – Gedankensplitter

Jemandes Ablehnung spüren…
Deutlich und unmissverständlich.
Das ist nie leicht.
Und ich frage mich warum?
Warum ich?
Habe ich etwas falsch gemacht?
War es so schlimm?
Liegt es an mir?
Ist es meine …
Ist es meine Schuld?
Dann zermartere ich mir das Gehirn.
War es dieses Wort?
Oder jene spöttische Bemerkung?
Oder vielleicht einfach meine provokante Art?
Mit der ich immer anecke?
Nicht nur bei dir?

Das Wort vermag zu schmerzen.
Wie eine Lanze.
Die eine tiefe Wunde reißt.
Aber tödlich ist das Schweigen.
Das Schweigen über Worte.
Leichthin gesprochen.
Die vielleicht verletzt haben.
Wie auch Taten.
Und das Strafen mit Schweigen ist der Tod.
Aber auch mit Vorwürfen kann man töten.
Vorwürfen.
Nicht näher erläutert.
Aber umso verletzender eingesetzt.
Während man über die wahren Gründe schweigt.
Zumindest zur rechten Zeit.
Und dann zum Schlag ausholt.
Wenn der Hass kulminiert.
Aus einem ganz anderen Grund…

Nie wollte ich anecken.
Vielleicht bin ich zu vorlaut.
Aber andere dürfen sich viel mehr vergreifen.
Mit groben Worten.
Und du lässt sie gewähren.
Stillschweigend…
Wirklich seltsam.
Ich weiß schon.
Es liegt nur an mir.
Und dass du dir von mir nichts sagen lässt.
Von mir schon gar nicht!
Und so muss ich es hinnehmen…
Dass du mich strafst.
Härter als ich es verdiene…
Immer wieder.
Und dann möchte ich nicht mehr sein.
Für Minuten.
Für harte Momente.
In denen ich eins sein könnte.
Mit dem Nichts.
Aufhören zu existieren…
Ich möchte dann einfach nicht mehr sein.

Du wirst nicht viel damit erreichen.
Falls du überhaupt etwas erreichen willst.
Außer mir weh zu tun.
Gezielt.
Du weißt es nicht.
Aber einmal werde ich wirklich nicht mehr sein.
Hier bei dir.
Und bei all den anderen.
Ich werde mich nicht wegwerfen.
Deinetwegen.
Das nicht.
Das bist du nicht Wert.
Aber einmal werde ich nicht mehr kommen.
Nie mehr.
Ich werde Freunde finden.
Woanders.
Wo man mich nimmt wie ich bin.
Und wo ich auch einmal lauter sein darf.
Als ich sollte.
Einfach ich.
Widersprüchlich in mir.
Aber denen devot und mit ganzem Herzen ergeben.
Die mich wirklich lieben…
Ich weiß schon.
Dir  werde ich nicht fehlen.
Du wirst nur den Kopf schütteln.
Über meine Undankbarkeit.
Du hast ja so Recht!

Aber das muss ich nicht mehr spüren…

Von Gregor an Horst…

Vivienne/Gedankensplitter

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