Bisweilen.
In dunklen Stunden.
Wenn man nicht mehr sein möchte.
Alles hinwerfen will.
Das einem unerträglich scheint.
Alles.
Und ganz besonders das eigene Leben…
Dann fragt man sich plötzlich.
Warum wurde ich geboren?
Warum?
Und was wäre, wenn ich nicht geboren worden wäre?
Wem würde ich fehlen?
Wer würde mich vermissen?
Wer…?
Bis die Bilder im Kopf sich plötzlich öffnen.
Manches wäre anders.
Die Welt würde anders aussehen.
Ohne mich.
Zwar nicht die große Welt.
So wichtig bin ich nicht.
Aber mein Umfeld.
Die Menschen um mich.
Ein paar…
Sie würden mich vermissen.
Mich.
Wegen diesem und jenem.
Vielleicht nur Kleinigkeiten.
Vielleicht nur Banalitäten.
Aber auch an mir ist Wichtiges.
Bedeutsames.
Liebenswertes…
Man würde mich vermissen.
Unbewusst.
Wenn ich nicht da wäre.
Wenn es mich nicht gegeben hätte.
Auch mein Leben hat Sinn.
Ist eine besondere Aufgabe.
Ich bin ein Puzzlestück in dieser Welt.
Wichtig.
Unverzichtbar.
Wie jeder andere Teil.
Um das Antlitz dieser Welt zu gestalten.
Wenn ein Teil fehlen würde…
Undenkbar!
Das Bild könnte nie vollkommen sein.
Nie fertig.
Es würde eine Lücke bleiben.
Für immer…
Wenn ich nur nie gewesen wäre…!
Ist das nicht ein vermessener Gedanke?
Vermessen gegenüber sich selbst?
Und den anderen?
Dieser Gedanke kann nur einen Moment ausdrücken.
Schwarz.
Voll Angst und Leid.
Aber er darf uns nicht ständig beherrschen.
Denn was wir wirklich bedeuten.
Das vermögen wir oft gar nicht zu beurteilen.
In unserer begrenzten Sichtweise.
Mit unserem Tunnelblick.
Ahnungslos.
Wie ein Mensch sich fühlen würde.
Ohne uns.
Ohne unsere Hilfe.
Ohne unsere Stärke.
Ohne unser Lachen.
Ohne unsere Liebe…
Vivienne/Gedankensplitter