Unerbittlich… – Gedankensplitter

Was muss ich noch tun?
Es tut mir Leid.
Unendlich Leid.
Ich vermag es nicht in Worte zu kleiden.
Ich weiß.
Ich sage nicht mehr als:
Seien wir doch wieder gut!
Bitte.
Aber du schüttelst den Kopf.
Deine Augen voller Tränen.
Es tut dir noch immer weh.
Und dabei wollte ich nie, dass du leidest.
Nein.
Ich wollte doch nur dass du bleibst…

Dein Gesicht ist verschwollen.
Deine Hände umklammern ein Taschentuch.
Und dein leises Schluchzen klingt in meinem Ohr.
Ich wollte, ich könnte dich beruhigen.
Seien wir doch wieder gut!
Wieder kommt es über meine Lippen.
Aber du hörst es nicht.
Du scheinst es nicht mehr zu hören.
Oder du willst mir keinen Glauben mehr schenken…
Ich bin kein großer Redner.
Aber es liegt mir viel an dir…
Dass du alles missverstanden hast…
Ich habe es nicht beabsichtigt.
Nein.
Ich habe dich begehrt.
Für ein paar Nächte.
Nicht mehr.
Aber dir war ich alles.
Dir war ich die Welt…

Ich möchte dir Freund sein.
Komm doch.
Wir können noch so vieles teilen.
Miteinander.
Auch wenn es keine Liebe ist.
Komm.
Gib mir deine Hand.
Gib dir einen Rück.
Sei lieb!
Lächle ein wenig.
Du wirst sehen.
Alles ist halb so schlimm.
Ich bin ein Vogel.
Lange hält es mich nirgends.
Und du warst eine besondere Blume.
Dich musste ich kosten.
Unbedingt…
Komm doch!
Es bleibt doch alles schön zwischen uns.
Ich verspreche es dir…

Muss ich dir nachlaufen?
Verdammt.
Sei nicht so stur.
Wer denkst du, dass du bist?
So war noch keine zu mir.
Nicht eine einzige.
Wer glaubst du, dass du bist?
So besonders bist du dann auch nicht.
Dann geh doch!
Geh!
Ich brauche dich nicht.
Überhaupt nicht.
Aber du musst noch viel lernen.
Wenn du beleidigt bist, weil ich deinen Körper wollte.
Ohne dich zu lieben.
Dann hast du deine Lektion nicht gelernt.
Dann wirst du dir den Kopf noch oft anschlagen.
Aber geh ruhig.
Geh endlich!
Du und dein verdammter Stolz.
Unerbittlich…

Vivienne/Gedankensplitter

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