Unerklärlich – Gedankensplitter

Ich würde dir aus dem Weg gehen.
Am liebsten.
Ab sofort.
Und dich nie wieder treffen.
Nie mehr!!!!
Wenn es nur ginge…
Aber das ist unmöglich.
Ich kann dir nicht ausweichen.
Ich werde dich sehen.
Immer wieder.
Und ich kann nichts dagegen tun…
Du frisst dich in mein Fleisch.
Wie ein Blutegel.
Es tut weh, dich wegzureißen.
Mehr noch.
Es macht mir eine große Wunde.
Die noch  mehr schmerzt.
Als wenn du mir das Blut aus dem Körper saugst.
Ich liebe dich.
Ja, ich liebe dich.
Aber du machst mich kaputt.
Und im Grunde weiß ich nicht.
Was mich wirklich so anzieht an dir.
Denn es treibt mich in den Wahnsinn.
Du bist alles, was ich nicht will.
Und nie sein möchte.
Ich lehne dich ab.
Und deine wilden Thesen.
Und dennoch würde ich sterben dafür.
Einmal in deinen Armen zu liegen.
Einmal zu vergessen.
Was uns trennt.
Auseinanderdividiert.
Ich will dich so.
Und doch bist du toxisch.
Du bist der Tod für mich.
Aber  was ist das für ein Leben?
Ein Leben ohne dich?

Du ahnst meinen Zwiespalt nicht.
Für dich bin ich ein verrücktes Weib.
Nicht greifbar.
Quecksilbrig.
Und voller Widersprüche.
Du würdest sie wohl nicht begreifen.
Meine Hassliebe.
Mein Begehren für dich.
Das wie ein Stachel in meinem Fleisch eitert…
Du brauchst es auch nicht zu wissen.
Besser so.
Als bloßgestellt vor dir.
Unglaublich verletzbar.
Wenn ich ehrlich bin.
Für dich wäre es wohl ein Gaudium.
Mich zu quälen.
Wegen dieser Gefühle.
Du würdest mich nehmen.
Und wieder ausspeien.
Und dann lachen über mich…
Ich verstehe mich selber nicht.
Aber es zieht mich zu dir hin.
Wie einen Magneten zum anderen.
Und wenn ich dir zu nahe komme.
Kann ich mich dir nicht entziehen…
Wie selbstsicher wählte ich nicht sonst meine Gefährten!
Wie klar entschied ich mich.
Bestimmte die Regeln…
Bei dir ist alles anders.
Ich habe wohl meinen Meister gefunden.
An dir.
Und neben dir fühle ich mich so klein…

Warum du?

Nach einer wahren Begebenheit

Vivienne/Gedankensplitter

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