Kennst du das Land wo die Zitronen blüh’n?
Wo weithin herrliche Olivenbäume steh’n?
In deren Schatten mag ich lange schreiten.
Da lass’ ich mich dann gern von dir begleiten…
Atmest du auch den Duft, der süß die Luft erfüllt?
Der Vollmond lacht vom Himmel, mein Herz, es pocht ganz wild…
So spritzig, prickelnd fühlt sich hier das Leben an.
Ich glaub, dass man hier ein ganz andrer werden kann!
Nimm meine Hand, ich gehe weiter mit dir durch den Abend!
Der Sternenhimmel strahlt herab auf uns, erhaben…
Aber noch mehr bist es du, der mir den Kopf verdreht,
der Mann, der sich so ganz geschickt darauf versteht,
mich zu erobern – nach und nach, so ganz gezielt…
Mir ist als hätt’ ich nie zuvor so intensiv gefühlt
Das Blut in Wallung, die Hormone völlig durcheinander,
so schlendern weiter Hand in Hand wir miteinander…
Liegt es am roten Wein, dass ich dich heute so begehr’?
Ich hab wohl zu viel Gläser vorhin noch mit dir geleert…
Ein leichter Schwips und eine Vollmondnacht im Süden –
Ich denke, ich werd’ dir sicher heute noch erliegen…
Und das sehr gern, wenn morgen auch der Rausch gewichen ist.
Egal, heut Abend haben wir uns doch geküsst,
und so viel Gefühl inmitten südlicher Zitronenbäume
genießt doch wirklich niemand mehr alleine…
Ein sanfter Vollmond, riesengroß, der lacht uns beiden zu,
die Nacht ist jung und ich hellwach, du raubst mir doch die Ruh’,
zärtlich kosend, spielerisch, verliebt, beglückt und Opfer auch der Triebe,
die Nacht im Süden, sie erweckt in dir und mir die Liebe…
Ganz weiß ich nicht mehr wie wir ins Hotel gekommen…
Am Zimmer hast du mich noch in den Arm genommen,
ein Sturm der Lust und Leidenschaft, wild brodelnd wie das Meer,
versinken wir in Lust, weil wir uns heute Nacht gehör’n…
Der Mond sieht uns dabei vom Fenster auch noch zu,
bis irgendwann gen morgen uns die Augen fallen zu…
Zauberhaft hab ich geträumt, als tränk’ ich nur mehr süßen Wein…
Ich trank dich süffig aus in Italiens Vollmondschein.
Welch eine Nacht, welch eine Zeit in diesem schönen Land,
und schließlich wurd’ ich dann auch noch mit dir bekannt,
von dir verführt, gepackt und hoch ins Himmelreich getragen,
wo neben rotem Wein noch all die vielen Geigen lagen,
die ganz bezaubernd und romantisch die Gefühle weckten,
als sollten wir in diesem schönen Lande uns entdecken…
Süden, Sonne und Olivenhaine – was begehrst du mehr?
Ich möchte nicht mehr geh’n – ach, wenn das möglich wär’!
Kennst du das Land wo die Zitronen blüh’n?
Oh ja, ich kann die Menschen alle gut versteh’n,
für die dies’ Fleckchen Erde eine wahre Gottesgabe,
weil ich auch dich darin gefunden habe…
Vivienne/Gedankensplitter