Was ist richtig?
Was ist falsch?
Tausende Fragen.
Sie hämmern im Kopf.
Ich fühle mich so verloren.
Wie ein verschrecktes Kind.
Grundwerte erschüttert.
Alte Ängste neu belebt.
Und ich möchte mich verkriechen.
Möchte der Welt entfliehen.
Ich finde keinen rechten Trost.
Nichts kann mich beruhigen.
Nichts kann mir meine Furcht nehmen…
Und wem kann ich noch trauen?
Nicht einmal mir selbst.
Mein Gefühl.
Manches Mal weiß ich ganz genau.
Was läuft.
Was gespielt wird.
Was um mich geschieht.
Und bisweilen führt es mich in die Irre.
Mein Gefühl.
Völlig.
Ich fühle mich gefangen.
Wie im Netzt einer Spinne.
Und ich weiß nicht.
Wo die Spinne sitzt.
Ich weiß nicht.
Wie sie aussieht.
Aber das Netz zittert.
Ich weiß.
Sie kommt schon auf mich zu…
Kann ich davonlaufen?
Ich weiß doch nicht wohin.
Wo sie auf mich lauert.
Ich könnte ihr in die Arme laufen!
Ich bin wie gelähmt…
Was wird kommen?
Was soll ich tun?
Wer ist auf meiner Seite?
Und wer nicht?
Depressionen.
Sie werfen mich aus dem Gleichgewicht.
Sie lassen mich nicht schlafen.
Und ich fühle mich wie eine alte Frau.
Müde und leer.
Fast tot.
Und oft wünschte ich.
Ich müsste nicht mehr aufwachen…
Ich glaube fast.
Ich kann nicht mehr aufstehen.
Ich kann mich nicht dem Alltag stellen.
Ich kann mein Tagwerk nicht vollbringen.
Ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll.
Nein.
Und dennoch…
Ich stehe auf.
Jeden Tag wieder.
Setze eine Maske auf.
Und spiele mein Spiel.
Bis ich aus der Reihe falle.
Irgendwann…
Vivienne/Gedankensplitter