Wieder Geburtstag.
Und ich erinnere mich.
An meinen Vierziger.
Und an die Veränderungen damals…
Jetzt sind es noch drei Jahre mehr.
Und ich stelle mir vor.
Ich sitze vor einer riesigen Torte.
Mit 43 Kerzen.
Sie brennen alle.
Und nun darf ich mir etwas wünschen.
Vom Leben.
Vom lieben Gott.
Und von mir selber…
Was ich mir wünsche…
Ich wünschte.
Ich wäre mutiger.
Nicht nur für die anderen.
Vor allem für mich selbst.
Würde öfter widersprechen.
Wenn ich nicht einer Meinung bin.
Und mir nichts daraus machen.
Was die anderen denken.
Ich wünschte.
Ich würde mehr zu mir selber stehen.
Würde nicht so schnell hektisch reagieren.
Oder ängstlich.
Und ganz darauf vertrauen.
Dass fast alle Befürchtungen nicht wahr werden…
Ich wünschte.
Ich wäre richtig cool.
Gelassen.
In jeder Notsituation.
Und ich ließe mich nicht ins Bockshorn jagen.
In schwieriger Lage.
Ich wünschte.
Ich würde nicht versuchen anderen zu gefallen.
Immer wieder.
Sondern nur mir selbst.
Vorrangig.
Ich spüre die Wärme.
Die von der Torte aufsteigt.
Die Kerzen brennen hell.
Und ich denke nach.
Schließe die Augen.
Mehr als alles andere…
Wünsche ich mir deine Liebe.
So sehr.
Und dass du mich nimmst.
Wie ich bin.
Vorbehaltlos…
Ich wünschte es wäre einfach so…
Ganz einfach…
Moment.
Wäre es nicht viel wichtiger.
Mich selber so zu lieben.
So wie ich bin?
Mich anzunehmen?
Mit all meiner Unsicherheit?
Mit meiner Hektik?
Mit meiner Zickigkeit?
Mit aller meiner übertriebenen Sorge?
Wie wichtig wäre es.
Mich selbst zu lieben!
Nicht danach zu trachten.
Jemand zu sein.
Der ich nicht bin.
Mich zu lieben.
Das wäre das schönste Geschenk.
Das ich mir machen kann.
Für mich.
Von mir.
In großer Liebe…
Vivienne/Gedankensplitter