Was soll schon sein! – Gedankensplitter

Du siehst mich an.
Dein Blick ist voller Sorge.
Und fragend…
Ich lese sie in deinen Augen.
Die unausgesprochene Frage.
Was denn los ist.
Mit mir.
Mit mir?
Hörst du?
Nichts ist!
Was soll schon sein!
Oder besser gesagt.
Was sollte sein?
Was du begreifst?
Was du verstehst?
Was du nachfühlen kannst?
In mir.
Du sorgst dich?
Fein.
Aber du verstehst mich nicht.
Nicht ein bisschen.
Du hast mich nie verstanden…

Jetzt schau nicht so entsetzt.
Du bist ja so ausrechenbar!
Und so oberflächlich.
Unsäglich oberflächlich…
Was ich je an dir fand?
Oder zu finden glaubte?
Ich weiß es nicht mehr…
Aber eines weiß ich ganz genau.
Ich liebe dich nicht mehr.
Und du bist mir keine Stütze.
In meinem Dilemma.
Nicht im Geringsten.
Du bist die Fessel.
An meinen Füßen.
Du bist der Stein auf meiner Seele.
Was ahnst du, was in mir vorgeht?
Wie es mich zerreißt?
Aber vergiss es!
Nichts ist.
Was soll schon sein!
Was soll schon sein, das du begreifst…!

Der Alltag frisst mich auf.
Ich stehe da.
In der Mitte meines Lebens.
Und ich weiß.
Ich habe mein Leben versäumt.
Die Zeit verrinnt.
Zwischen meinen Fingern.
Kein Wunschtraum hat sich erfüllt.
Und keine große Hoffnung.
Ich bin blockiert.
Auf einem toten Gleis.
Ich komme nicht weiter.
Ich komme nicht vorwärts…
Und du?
Du willst mir einreden.
Alles ist in Ordnung!
Wir haben doch so viel erreicht…
Gemeinsam!
Darüber kann ich nur lachen…
Wie predigt man einem Blinden die Farbe Grün?
Schon gut.
Schon gut!
Nichts ist.
Was soll schon sein!
Ich möchte es nur neu beginnen.
Mein Leben…
Aber sicher nicht mir dir!

Vivienne/Gedankensplitter

Schreibe einen Kommentar