Ich horche oft in mich hinein.
Voller Zweifel.
Voller Angst.
Was weiß ich von mir?
Von meinen Untiefen?
Von meinem Selbsthass?
Der ein Leben zurück liegt?
Nicht viel.
Oder viel zu wenig.
Viel zu wenig um ihn zu heilen.
Oder zu lindern.
Viel zu wenig um mich wirklich zu lieben.
Aus meinem Innersten heraus.
Viel zu wenig um zu wissen.
Was ich tun kann.
Um mich zu lösen.
Von meiner Einsamkeit.
Von meinen Neurosen.
Und von meinen Schuldkomplexen.
Die in mir wuchern wie Tumore…
Ich bin mir selbst ein Rätsel.
Mit meiner widersprüchlichen Art.
Einen Tag voller Energie und Tatkraft.
Liebenswürdig und voller Charme.
Sprühend vor Lebensfreude.
Und dann wieder wortkarg.
Verbissen.
Und alles andere als umgänglich…
Ich leide darunter.
Unter den Abgründen in mir.
Im Grunde wünsche ich mir geliebt zu werden.
Mehr als alles andere.
Aber wie soll mich jemand lieben?
Wenn ich mich selbst nicht liebe?
Wenn ich mir nicht vergeben kann?
Was ein Leben zurückliegt?
Vielleicht auch mehr…
Wer stillt meine Sehnsucht?
Ich werde hochgejubelt.
Für die Leistung, die ich bringe.
Man streut mir Rosen.
Spart nicht mit Begeisterung.
Aber ich?
Ich möchte geliebt werden.
Um meiner selbst Willen.
Erfolg ist so wenig.
Wenn du allein bist.
Wenn die Einsamkeit dich auffrisst.
Geld gibt keine Wärme.
Geld macht nicht glücklich.
Erfolg trocknet keine Tränen.
Und drückt dir nicht die Hand.
Wenn du Zuwendung brauchst.
Erfolg aber ist dünnes Eis.
Es bricht so rasch…
Was kann ich tun?
Welche Hebel muss ich in mir umlegen?
Um vielleicht den Menschen wahrzunehmen?
Um mich herum?
Der mich liebt und verehrt?
Vielleicht schon lange?
Und ich sehe ihn einfach nicht?
Mit den Scheuklappen vor meinen Augen?
Ich kenne mich so wenig…
Vivienne/Gedankensplitter