Was wirklich ein Problem wäre… – Gedankensplitter

Was war in der Liebe in den letzten zehn Jahren…?
Wenn ich mich erinnere…
Nicht viel.
Nicht viel, das wert wäre.
Erinnert zu werden.
Gar nicht viel.
Lüge und Betrug.
Intrige.
Ausnutzen…
Immer wieder Ausnutzen…
Wie ein roter Faden quer durch mein Leben.
Ich irrte von Verkupplungsversuchen zu Singletreffs.
Traf so manchen Mann.
Der mir gefiel.
Aber keiner liebte mich.
Das heißt.
Einen gab es schon.
Nur der…
Der war nun wirklich nicht der Mann für’s Leben.
Nicht einmal für eine Affäre.
Um die Triebe zu befriedigen.
Er wollte mich formen.
Biegen.
Verbiegen…
Alles im Namen der Liebe.
Und er schob einen anderen vor.
Um mich zu bekommen…

Ansonsten.
Tränen und Kummer.
Und der Hang zum falschen Mann.
Der mich nie wollte.
Aber geschickt ausnutzte.
Jedes mal wieder…
Was war da falsch gelaufen in meinem Leben?
Dass der Selbsthass so groß geworden war?
Ich verliebe mich nie leicht.
Aber wenn, dann innig.
Aber das nur mehr in jemand, der mich nur gebrauchte.
Dem es nicht um mich ging.
Sondern um  den Vorteil durch mich…
Jede Liebe endete dadurch.
Früher oder später.
Und schmerzhaft.
Aufwachen aus dem Traum.
Der mich in das Glück meines Lebens hieven hätte sollen.
Stattdessen strauchelte ich oft.
Stürzte hart.
Stieß mir den Kopf an.
Und begriff nicht.
Warum immer ich?
Warum?
Die ich doch so viel zu geben hatte?
So viel Liebe.
So viel Herz.
So viel Wahrhaftigkeit…

Jahreswechsel.
Wieder ein Traum ausgeträumt.
Endgültig.
Die Wahrheit erfahren.
Und gestärkt abgeschlossen.
Was nie sein hatte sollen…
Aber diesmal blühe ich auf.
Diesmal geht es mir gut.
Und diesmal weine ich nicht.
Es geht mir gut.
Ich bin erleichtert…
Lieber nicht lieben.
Als wieder den Falschen.
Lieber zweimal nachdenken.
Bevor ich mich wieder öffne.
Dem Falschen.
Oder vergeblich.
Nein.
Allein ist besser als wieder reinfallen…

Wenn ich ehrlich bin.
Ich bin durchaus gefasst.
Doch wenn ich nachdenke.
Über das was kommen wird.
Und noch sein kann…
Das größte Problem für mich wäre.
Wenn mich plötzlich jemand wirklich wollte.
Nicht für ein paar Wochen.
Sondern ganz und gar.
Und mich.
Nicht irgendeinen Vorteil.
Sondern mich.
Und meine Liebe.
Ich glaube, ich wäre überfordert.
Im ersten Moment.
Völlig.
Weil ich gar nicht mehr damit gerechnet hätte…
Kein Jammern und kein Lamentieren.
Kein Reinfall.
Kein Ausnutzen.
Keine Lüge und keine Täuschung.
Etwas ganz Neues fast.
Etwas Unerwartetes.
Irgendwie wäre es ein Problem.
Anfangs.
Mich darauf einzustellen.
Damit umzugehen.
Und diesen Zustand auch noch zu genießen…

Vivienne/Gedankensplitter

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