Weit weg – Gedankensplitter

Ich wünschte, ich wäre weit weg.
Ich wünsche es mir oft.
Jeden Tag.
Ein paar Mal.
Innig.
Und manchmal mit Tränen in den Augen.
Ich wünschte, ich müsste sie nicht mehr sehen.
Sie alle nicht mehr.
Und die Tränen kommen immer öfter…
Ich wische sie weg.
Aber ihre Schatten bleiben auf meiner Seele.
Und der Wunsch bleibt.
Der innige Wunsch…

Ich möchte fliehen.
Flüchten von hier.
Meine Zelte woanders aufschlagen.
Neu anfangen.
Von vorne.
All die Menschen hinter mir lassen.
Die ich nicht mehr ertrage.
Die sich anmaßen.
Mein Leben zu bestimmen.
Und meine Liebe.
Die meine Würde mit Füßen treten.
Mich lächerlich machen.
Mich demütigen.
Unter dem Deckmantel.
Mir zu helfen.
Sie wissen ja so gut.
Was ich brauche.
Was ich suche.
Was mir hilft.
Anmaßend.
Selbstgerecht.
Sie haben mich um meine Lebensfreude gebracht.
Mit ihrer Hilfe…

Ich möchte nicht mehr sein.
Bisweilen.
Einfach aus dem Fenster springen.
Und alles vergessen…
Warum ich gesprungen bin…
Nicht weil einsam wäre.
Oder allein.
Nein.
Sondern weil mich Leute bevormunden wollen.
Beeinflussen und manipulieren.
Im Namen der Liebe.
Mit Bedacht.
Wissend.
Und dabei in Monaten fast mehr angerichtet haben.
In meinem Leben.
Als in Jahren zuvor passiert ist…
Ich will mich nicht mehr wehren müssen.
Gegen ungewollte Hilfe.
Ich will meinen Frieden wieder haben.
Und meine Ruhe.
Ich will wieder atmen können.
Frei und unbeschwert.
Und leichten Herzens…

Vivienne/Gedankensplitter

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