Weltschmerz – Gedankensplitter

Der Wind tobt.
Wirft die Tropfen an mein Fenster.
Schüttelt die Bäume mit Macht.
Sie wogen hin und her.
Scheinbar in Angst.
Als wagten sie nicht zu widersprechen.
Als würde sie der Wind unterwerfen…
Ich lausche der monotonen Musik der Tropfen.
Starre in die dunkle Nacht.
Und weiß.
Die Weichen sind gestellt.
Ich stehe an einem Scheideweg.
Eine lange Zeitspanne geht zu Ende…
Sie war oft schön.
Und brachte Ruhe in mein Leben.
Und etwas Beständigkeit.
Aber nun hat sich ein Hindernis aufgetan.
Ich kann nicht mehr weiter.
Obwohl ich gedrängt werde.
Los!
Du kannst schon.
Du musst nur wollen.
Es liegt an dir!

Es liegt nicht an mir.
Es geht um Stolz und um Würde.
Und um meine Eigenständigkeit.
Ich spüre Verachtung.
Die einen schalen Geschmack in mir hinterlässt.
Einmal keimten da Gefühle.
Ganz zart und verschämt…
Niemand sollte davon wissen.
Aber das Glück fehlt mir wohl.
Das Glück, den Richtigen zu lieben .
Ein einziges Mal…
Mir ist kalt.
Und ich möchte weinen.
Im Einklang mit dem Regen.
Aber ich kann nicht.
Nicht eine Träne kann ich vergießen.
Ein Stein sitzt in meinem Hals.
Ich würge.
Meine Stimme klingt heiser.
Ich beginne zu husten.
Und huste mir fast die Seele aus dem Leib.
Nun doch ein paar Tränen.
Ich wische sie weg.
Und ich fühle mich so allein…
Ich möchte sterben.
Auf der Stelle.
Ich möchte sterben.
Und nie mehr erwachen.
Ich möchte hinauslaufen.
In den Sturm.
In den Regen.
Damit mich der Sturm zerfetzt.
Und nichts mehr von mir übrig bleibt…
Donner grollt.
Und der Schmerz in mir wird unerträglich…

Es besteht kein realer Bezug zum Leben der Autorin!

Vivienne/Gedankensplitter

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