Wirr – Gedankensplitter

Krause Gedanken.
Er hat sie wohl im Kopf.
Dieser Mensch.
Der mich bekehren will.
Lernen Sie zu verzeihen.
Sagte er.
Neulich.
Nachdem er Unrat von sich gegeben hat.
Verbal.
Ein komischer Kopf.
Mit wirrer Intention.
Was geht es ihn an?
Worüber ich schreibe?
Über wen ich schreibe?
Er macht sich zum Beschützer.
Von jemandem.
Den ich aus meinem Leben geworfen habe.
Für immer.
Weil er Ballast geworden ist.
Weil er mich verraten hat.
Gut.
Meine Sache.
Meine ich.
Wen geht das etwas an?

Wirr.
So scheint mir das.
Einfach nur wirr.
Und ich lasse mir nicht drohen.
Ganz sicher nicht.
Schlimm ist eines.
Ich muss ihn kennen.
Diesen feigen Menschen.
Feig.
Und arrogant.
Ich muss ihn kennen.
Und in der Tat.
Manches scheint mir vertraut.
Von dem wie er schreibt.
Von dem wie er doziert.
Aber ich decke sie nicht auf.
Seine Identität.
Ich kann ihn einengen.
Den Kreis.
Aber die Schlinge zuziehen.
Das funktioniert nicht.
Bizarr.
Ein Mensch aus meinem Umfeld.
Jemand.
Den ich für einen netten Menschen halte.
Und doch.
Jetzt verachte ich ihn.
Jetzt.
Hinter diesem Synonym.
Nicht greifbar.
Nicht fassbar.
Niederträchtig…

Seltsam.
Diese Postings.
Versteckte Drohungen.
Beleidigungen.
Triefender Hohn.
Wie anonyme Briefe.
Ausgeburt einer seltsamen Persönlichkeit.
Schwer einschätzbar.
Eine Gefahr im Rücken.
Was kann ich tun?
Nicht viel.
Vielleicht verrät er sich.
Irgendwann.
Vielleicht durchschau ich ihn.
Ganz unvermittelt.
Vielleicht aber sollte ich nur.
Ihm die Aufmerksamkeit entziehen.
Ihn einfach reden lassen.
Schimpfen lassen.
Lästern lassen.
Immerzu.
Bis ihm die Luft ausgeht.
Vor lauter Ignoranz.
Und die scheinbare Macht des Unbekannten.
Sie verpufft…

Vivienne/Gedankensplitter

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