Wo ist das Feuer geblieben? – Gedankensplitter

Liebe.
Antriebskraft meines Lebens.
Ich habe für die Liebe gelebt.
Seit ich denken kann.
Leidenschaft.
Begierde.
Feuer…
Das alles begleitete mich.
Mein ganzes Leben.
Die Liebe meinte es gut mit mir.
Sie schenkte mir feurige Gefährten.
Sie verwöhnte mich mit deren Anbetung.
Und mit deren devoter Unterwerfung.
Viele Früchte lagen am Wegesrand.
Ich brauchte nur zugreifen.
Mich bedienen.
Und kostete mit Begeisterung von der Würze der Ekstase…

Geblieben ist nicht viel davon.
Ich fühle mich leer.
Heute.
Der Appetit auf das Leben ist mir vergangen…
Ich denke an dich.
Immer wieder.
Kaum dass ich dich aus meinem Kopf bekomme.
Ich denke an dich.
Und würde weinen.
Wenn ich es gelernt hätte.
Wenn ich es könnte.
Aber ich kann nicht.
Und leide deshalb umso mehr…
Warum wolltest du mich nicht?
War es mein bisheriges Leben?
Der Ruf, der mir vorausging?
Störten sie dich?
Meine Liebhaber?
Vor dir?
Tat es dir weh?
Mich mit ihnen teilen zu müssen?
War es das?

Ich habe es dir beteuert.
Ich habe sie nur gekostet.
All die anderen.
Weil es mir Spaß machte.
Aber nicht aus Liebe.
Geliebt habe ich nur dich.
Aber du?
Du hast mich nicht verstanden.
Du wolltest nicht begreifen.
Dass es mir nur um dich ging.
Um dich ganz allein.
Ich hätte sie alle stehen lassen.
Nur für dich.
Aber du hast mich nicht begehrt.
Nicht mehr.
Du wolltest keine Frau.
Die so viele vor dir besessen haben…
Ich habe mein Leben genossen.
Und die Liebe.
Aber von allen war mir keiner so lieb wir du.
Ohne dich fühle ich mich wie tot.
Das macht alles sinnlos.
Mein Leben.
Die Liebe.
Das Feuer in mir ist erloschen…

Vivienne/Gedankensplitter

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