Wolken.
Sie ziehen über den Himmel.
Große Schollen.
Nur wenig himmelsblau.
Und wenig Sonne.
In meinem Kopf surrt es.
Lauter Gedanken.
Gedanken wie Wolken.
Sie machen den Kopf schwer.
Und meine Seele.
Ich bin müde.
Und denke nach.
Über die letzten Tage.
Fragen.
Sind noch mehr Fragen gewichen.
Ich bin unsicher.
Was sie bringen.
Die nächsten Tage.
Vielleicht ein tiefer Einschnitt?
Ganz unvermittelt?
Eigentlich hatte ich ganz anders vor.
Ich wollte ein Liebesgedicht schreiben.
Voller Gefühl und Nähe.
Und ich wollte ein erotisches Gedicht schreiben.
Voller Feuer.
Voller prickelnder Leidenschaft.
Aber ich habe die Lust verloren.
Mir ist die Freude vergangen.
Völlig.
Ich bin ein wenig konfus.
Und ich habe Lust auf eine Zigarette.
Obwohl ich daheim nie rauche.
Nie!
Ich rauche nur aus Trotz.
Normalerweise.
Für die, die sich daran stoßen…
Ich bekomme Kopfschmerzen.
Stoßseufzer.
Ein paar Minuten Schlaf…
Das wäre schön…
Die Sonne!
Sie schiebt ein paar Wolken weg.
Ich brauche die Sonne.
Und blühe auf in ihrem Licht.
Lasse mich von ihr streicheln.
Kosen.
Küssen…
Last der Gedanken.
Es ist nicht leicht.
Das Leben zu meistern.
Bisweilen aber ist es kurios.
Das Dasein.
Ich denke an den Mann aus Mexiko.
Den ich heute traf.
Am großen Flohmarkt.
Er rieb sich die Hände.
Weil er so fror.
Fern der Heimat.
Fern der heißen Sommer…
Vivienne/Gedankensplitter