von Vivienne – Februar 2005
Was ist Gott?
Gedanken zu einer existenziellen Frage
Klügere Köpfe als ich haben sich schon den Kopf zerbrochen.
Gibt es Gott?
Gibt es ihn nicht?
Gibt es eine Seele?
Oder ist sie nur eine chemische Reaktion des Gehirnes?
Schwerwiegende Fragen.
Extreme Meinungen prallen oft aneinander.
Streit.
Wie kann Gott all das zulassen?
Das Leid der Welt?
Den Holocaust?
Hexenverbrennungen?
Diskriminierung?
Himmelschreiendes Unrecht?
Schlagende Fragen.
Argumente, die man schwer entkräften kann.
Nicht mit einem Satz.
Nicht eindimensional.
Sondern in einem längeren Kontext.
Für den einzelnen nicht unbedingt einsehbar.
Über Raum und Zeit hinaus.
Vorab.
Ich bin kein Anhänger der Schulkirche.
Es hat sich so ergeben.
Nicht so sehr wegen diverser Vergehen der Kirche.
In Vergangenheit und Gegenwart.
Die Menschen haben selten mehr angerichtet als im Namen Gottes.
Das muss man sich immer vor Augen halten.
Ich selber glaube an die Wiedergeburt.
Das heißt.
Ich bemühe mich mein Leben nicht nur in seiner Beschränktheit zu sehen.
Weil es mit dem Tod nicht endet.
Sondern in ein anderes übergeht.
Glauben muss das niemand.
Aber ich bin überzeugt davon.
Resultat meiner Lebensgeschichte.
Meiner persönlichen Entwicklung und Reife.
Und meiner Erkenntnisse.
Tiefes Begreifen.
Erkennen mit dem Herzen.
Kein leichter Prozess.
Eine Gratwanderung.
Nie spürte ich Gottes Beistand mehr als 2001/2002.
Ich ahnte es zunächst nicht.
Aber über Monate wanderte ich am Rande eines Abgrunds.
Nicht dass ich nicht immer wieder ein ungutes Gefühl hatte.
Aber die riesige Gefahr hinter mir ahnte ich nicht.
Zu ungeheuerlich war sie.
Kaum fassbar.
Opfer einer infamen Intrige.
Der kleinste Fehltritt meinerseits hätte mein ganzes Leben zerstören können.
Hätte irreversible Änderungen zur Folge gehabt.
Folgen, die mich heute noch erschauern lassen.
Wenn ich sie mir vorzustellen versuche.
Zu allen Zeiten haben Menschen versucht mich zu manipulieren.
Mich zu beeinflussen.
Mich zu missbrauchen.
Aber in diesen Monaten führte Gott meine Hand.
Er schenkte mir Zuversicht, wenn ich mich zu fürchten begann.
Mein Unbehagen stieg damals bisweilen ins Unermessliche.
Ich kann kaum beschreiben, was ich zu spüren begann.
Aber ich hatte trotzdem die Gewissheit, mir könne nichts passieren.
Die ganze Zeit.
Und Gott half mir aus dieser Gefahr.
Von deren Ausmaßen ich nichts ahnte.
Und öffnete mir weise erst die Augen, als es vorbei war.
Ich war vorerst außer mir.
Verlangte.
Forderte Gerechtigkeit.
Aber die Verantwortlichen entzogen sich mir.
In Feigheit und Niedertracht.
Ein Kampf gegen Windmühlen?
Sinnlos.
Ich habe in meinem Leben manchen lässlichen Kampf geführt.
Diesen ersparte ich mir.
Ich habe nur die verantwortlichen Menschen ausgegrenzt.
Für immer.
Alle Menschen, die mir damals Böses wollten.
Und mir mit Niedertracht und Falschheit begegneten.
In maßloser Selbstüberschätzung und Selbstgerechtigkeit.
Der liebe Gott möge mich zeitlebens vor denen beschützen
die sich einreden, sie wollten ohnedies immer nur meine Bestes.
Das sind nämlich die Allerschlimmsten!
Dieses Ereignis war meine bisher tiefste Begegnung mit Gott.
Ich habe damals angefangen ihn ein wenig zu begreifen.
Und zu verstehen.
Und ich bin ihm dankbar.
Dankbar für das Geschenk meines Lebens.
Das sicher nicht das leichteste ist.
Aber
.
Man kann auf jedem Boden Blumen züchten.
Wenn man sich nur bemüht
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