Mein Leben ist kein langer, ruhiger Fluss.
Selten, dass ich Ruhe fand.
Mich zu freuen.
Und bisweilen auch zu lieben…
Selten…
Wo ist die Ruhe jetzt?
Verschwunden.
Ein neuer Weg zeichnet sich ab.
Ich werde wohl nicht gefragt, ob ich ihn gehen mag.
Nein.
Ich wurde nie gefragt.
Mein Leben darf nicht ruhig sein.
Oder beschaulich.
Immer Bewegung.
Immer Achterbahn.
Wer fragt, ob mir das gefällt?
Niemand.
Und schon zeichnet sich der nächste Kreuzweg ab.
Wie soll ich so Frieden finden?
Der Wind wird stärker.
Und die Sonne brennt auf mich herab.
Ich blicke mit Sorge zum Himmel.
Dort vorne färbt er sich schwarz.
Vielleicht wird es ein Gewitter geben.
Ob ich Schutz finden werde?
Vor den tobenden Elementen?
Oder trifft mich der Regenguss auf offener Strecke?
Werde ich nass werden?
Vor lauter Tränen?
Ich fühle mich leer.
Ich versuche nicht einmal mehr zu hasten.
Um mich vor dem Gewitter zu retten.
Ich bin es leid.
So sehr.
Kämpfen?
Für wen?
Der Platz an meiner Seite ist leer.
Es lohnt nicht für mich zu kämpfen.
Ich werde alles durchstehen.
Wie immer.
Allein.
Und jedes Mal ein wenig sterben dabei.
Du schaffst das schon!
Das höre ich schon wieder fast im Ohr.
Von den üblichen Verdächtigen.
Denen ich egal bin.
Im Grunde.
Viel zu sehr sind sie mit sich selbst beschäftigt.
Von dieser Sorte habe ich viele um mich.
Sehr viele…
Die Dinge werden sich ändern.
Schade.
Ich hoffte noch auf ein wenig Ruhe.
Vor dem wirklich großen Sturm des Lebens.
Aber dieser Ausläufer holt mich ein.
Etwas unerwartet.
Aber ich muss mit allem rechnen.
Vielleicht stürze ich auch.
Neue Schmerzen.
Aber ich werde wieder aufstehen.
Mich wieder auf den Weg machen.
Allein.
Das ist mir wohl vorbestimmt…
Vivienne/Gedankensplitter