Lebensfragen – Gedankensplitter

Was glauben,
wenn ich nicht mehr glauben kann?

Was hoffen,
wenn alle Hoffnung zerstoben ist?

Wen lieben,
wenn ich mich selbst nicht lieben kann?

Wem vertrauen,
wenn ich nie mehr trauen möchte…?

Meine Träume liegen in Scherben.
Ein Teil davon.
Der Fels auf den baute, gab nach.
Er war nur Sand…
Mühselig sammle ich die Scherben ein.
Kann ich noch kitten?
Kleben?
Ich versuche es.
Doch alle Mühe ist vergeblich.
Alles fällt wieder in sich zusammen.
Ich sitze am Boden.
Und weine.
Obwohl ich seltsam klar sehe.
Klar wie nie zuvor.
Du bist weg.
Und ich sollte froh sein.
Glücklich.
Du warst kein Fels.
Der mir Halt gegeben hätte.
Du warst ein Klotz an meinem Bein.
Der mich lähmte.
Und der sich endlich gelöst hat…

Warum weine ich dann?
Ich bin unglücklich.
Brennende Fragen fressen mich auf.
Liebt mich nie jemand?
Ist nie jemand ehrlich zu mir?
Bin ich ein williges Opfer all derer?
Die nur ihren Vorteil sehen?
Das Kartenhaus ist zusammengebrochen.
Ich habe die Scherben gesammelt.
Und blute.
Wegen der scharfen Kanten.
An denen ich mich verletzt habe.
Du wirst nicht kommen.
Mich zu trösten.
Mir aufzuhelfen.
Du bist irgendwo.
Und nirgends.
Verloren…
Und ich werde froh sein.
Irgendwann.
Dass unsere Kreise sich nicht mehr berühren…

Aus dem Wasser der Tränen wächst neue Hoffnung.
Bald…

März/April 2002

Vivienne/Gedankensplitter

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