Könnte es sein,
dass ich einfach träume?
Die Augen verschließe,
vor der Realität?
Dass ich nicht mehr ertrage,
was um mich geschieht,
dass ich nicht mehr ertrage,
was ich so seh’?
Meine Ohren verstopfe,
weil die Lügen,
die ich höre,
die machen mich krank,
die machen mich wild?
Könnte es sein,
dass das Leben zu schwer ist,
viel zu schwer,
um lange glücklich zu sein?
Dann, wenn ich meine,
ich kann einmal verschnaufen,
wird der Weg wieder steinig,
es fängt zu regnen an!
Ich falle so oft,
und steh wieder auf.
Die Narben,
sie schmerzen –
wann hört’s endlich auf?
Könnte es sein,
dass ich nicht daran glaube,
dass der Sinn eines Sturzes
im Verborgenen liegt?
Kann ich nicht fassen,
dass die Zukunft erst zeigt,
was wirklich gut ist,
und was wirklich schlecht?
Könnte es sein,
dass all meine Ziele
gar nicht so wichtig sind,
in die Irre mich führen?
Bewerte ich falsch,
was ich immer erhalte,
weil ich nicht begreife:
Die Liebe blüht dort,
wo ich es niemals vermuten würde…
Könnte es sein,
dass ich unter Fieber
die Wahrheit nicht sehen will,
und meinen Lebenszweck?
Ist es nicht so,
dass das Leben mir bietet,
die richtigen Werte,
doch ich greife nicht zu?
Könnte es sein,
ich starr in den Spiegel
und sehe mein Antlitz,
und kenne es doch nicht?
So wie ich nicht erkenne:
Die Sonne scheint immer,
auch wenn unter Wolken
verborgen sie liegt?
Kann es nicht sein,
dass alles ganz anders,
denn ich liege am Boden
und das fälscht den Blick?
Vivienne/Gedankensplitter