Welch ein November, welche Wärme!
Normal hab’ ich warmes Wetter gerne,
doch wenn die Weihnacht näher zieht,
schlägt sich der Föhn mir auf’s Gemüt.
Die Sträucher grün, wie im August!
Sag, hast du vielleicht gewusst,
dass im Garten Primeln blüh’n?
Als würd’ der Frühling ein jetzt zieh’n.
Selbst vor dem Haus noch eine Rose,
wirft sich keck in Sommerpose.
Zwar steht sie dort doch ganz allein,
doch Christrose kann’s keine sein.
Die blüht doch eigentlich im Schnee,
wie ich die Sache logisch seh’.
Von Schnee bei uns noch keine Spur,
viel zu grün ist die Natur!
Es friert mich auch nicht ohne Jacke!
Nicht in der Nacht und nicht am Tage.
Sag, hab ich mich vielleicht geirrt,
war beim Kalender schau’n verwirrt?
Doch schau ich in die Stadt hinein,
da müssten mehr verwirrt schon sein.
Geöffnet schon der Christkindmarkt,
und die Verkäufer werken hart.
Servieren Punsch und Glühwein mir,
dort vorne wird man schon verführt
zu Maroni und zu Haselnuss,
gut geröstet ein Genuss!
Ich weiß nicht, ob mir das behagt!
Hab über Winter oft geklagt,
und über Schnee und Eis und Wind,
der oft wirklich Kälte bringt!
Doch halb sommerlich ist’s kein Advent,
und wenn die erste Kerze brennt,
sollt’ doch ein wenig Schnee schon fallen…
Petrus, tu mir den Gefallen!
Vivienne