Liebe, das ist ein Gefühl,
dass ich den Meinen wirklich will.
Nicht weil er mir so gut gefällt,
nicht weil er etwas auf sich hält –
Nicht weil er süß und attraktiv,
nicht weil er gut gewachsen ist.
Liebe heißt für mich verstehen,
ihn ohne Worte zu verstehen.
Auch weit entfernt sich nahe sein,
und so niemals allein zu sein.
Sich ihm zu geben, ganz und gar.
Sich schenken – ohne Fluchtgefahr.
Sich wortlos in die Arme fallen.
Sich gänzlich sich zu offenbaren.
Sich anzunehmen, wie man ist.
Sich lieben, grad weil man anders ist.
Durch ihn in den Olymp hoch fliegen.
Die Eifersucht auch zu besiegen.
Sich streiten heißt auch sich zu lieben –
Besser streiten als zu lügen.
Eisern schweigen, zu zerreden,
sich damit auf die Nerven gehen
bringt alles nichts, nur viel Verdruss,
weil man sich doch vergeben muss.
Ich spür’ es, ist er auch weit weg,
wenn er gerade an mich denkt.
Vor ihm, da lass ich nichts verborgen.
Fühl mich bei ihm umsorgt, geborgen.
Durch ihn lern’ Liebe ich zu leben
und ohne Vorbehalte geben.
Ich liebe ihn und blieb verloren,
wär’ er niemals je geboren.
Wir geben uns und bleiben frei,
wir gehör’n uns ohne jede Scheu.
Wir sind uns Liebe, tiefstes Glück –
Vom Lebenskuchen feinstes Stück…
Vivienne/Gedankensplitter