Wozu? – Gedankensplitter

Lena weinte nicht mehr.
Nach den Stunden…
Voller Tränen.
Krampfartigem Schluchzen.
War sie leer.
Das Gesicht gerötet.
Heinz hatte sie.
Verlassen.
Und obwohl sie…
Ihn.
Um eine Aussprache…
Gebeten hatte…
Gefleht hatte.
Heinz war…
Hart geblieben.
Eisern.
Natürlich.
Hatte sie selber…
Gemerkt.
Dass ihre Beziehung.
Beiläufig…
Geworden war.
Sie hatten nur mehr…
Nebeneinander…
Gelebt.
Nicht miteinander.
Keine größere Wohnung.
Kein Kind mit ihm.
Wieder vorbei…
Nach nicht einmal…
Drei Jahren…

Dabei hatte sie…
So gehofft.
Diesmal.
Würde es klappen.
Diesmal…
Würden sie heiraten.
Im Spätsommer…
Wurde sie 35.
Ihre biologische Uhr.
Tickte laut.
Immer drängender.
Irgendwann…
Würde sie…
Zu alt sein.
Ihr Leben dann…
Vergeudet.
Umsonst.
Irgendwann alleine.
Der Wunsch übergroß.
Den Schmerz…
Zu betäuben.
Aber jetzt…
Da Heinz weg war.
Fand sich…
Kein Alkohol…
In der Wohnung.
Nicht einmal…
Eine Flasche Bier!
Lena stand auf.
Duschen.
Eiskalt.
Etwas anderes…
Fiel ihr nicht ein…

Am Abend…
Hatte sie…
Mit einer Freundin…
Telefoniert.
Rosmarie…
Hatte sie hart…
Angelassen…
Du trauerst…
Wegen dieses Idioten?
Affären im Büro.
Kein bisschen liebevoll.
Glaubst du…
Mit dem hättest du…
Glücklich…
Werden können?
Ein anderer Ansatz.
Mit dem sie, Lena.
Sich noch nicht…
So wirklich…
Auseinandergesetzt hatte.
Sie war so…
Beschäftigt gewesen.
Mit Festhalten.
Um jeden Preis.
Dass sie sich…
Nie gefragt hatte.
Ob Heinz es…
Überhaupt wert war.
Und geliebt…
Hatte sie Heinz…
Je wirklich geliebt?
Wirklich?
Er war halt einer.
Der angebissen hatte.
Aber der Richtige…
War er wohl…
Nicht gewesen…
Vor lauter Klammern…
Hatte sie, Lena.
Das nicht sehen wollen…

Vivienne/Gedankensplitter

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